Augenerkrankung: Retinopathie

Eine Retinopathie ist eine nicht entzündliche Erkrankung der Netzhaut, welche in unterschiedlichen Formen auftritt. Diese sind Retinopathia praematurorum, diabetische Retinopathie und die hypertensive Retinopathie. Alle zeichnen sich durch verschiedene Symptome aus und müssen unterschiedlich Behandelt werden.

Die Retinopathia praematurorum betrifft überwiegend Frühgeborene und führt zu erheblichen Einschränkungen der Sehkraft bis hin zur totalen Blindheit, die auf die Netzhautablösung und übermäßiger Gewebeproliferationen zurückzuführen ist. Die genaue Ursache für diese Ablösung ist jedoch noch unbekannt. Man geht jedoch davon aus, dass bei Frühgeborenen die Augen noch nicht voll entwickelt sind und es daher oft zu einer Retinopathia praematurorum kommt. Zu den Symptomen zählen Schielen, weiße Punkte auf der Netzhaut und grauer Star. Eine Behandlung kann nur durch eine chirurgische Refixierung der Netzhaut oder mittels einer Laserbehandlung, in der das überflüssige Gewebe entfernt wird. Eine weitere Methode ist die Kryotherapie, bei der mithilfe extremer Kälte überschüssiges Gewebe entfernt wird.

Eine weitere Form der Retinopathie ist die diabetische Retinopathie. Von diabetischer Retinopathie spricht der Mediziner, wenn eine Schädigung der Blutgefäße vorliegt, welche die Netzhaut versorgen. Dies führt zu einer getrübten Sicht und kann letztendlich zur Blindheit führen. Sehr häufig ist diese Erkrankung bei Diabetikern zu finden, die bereits seit langen (25-30 Jahren) an Diabetes leiden. Erste Symptome sind plötzliche Trübung des Sehvermögens, mit totalem Sehverlust auf einen oder sogar beiden Augen, das Sehen von schwarzen Punkten oder Blitzlichtern und eine eingeschränkte Farbsicht. Die Behandlung erfolgt mithilfe der Laserchirurgie, bei der stark blutende oder abnormale Blutgefäße zerstört oder versiegelt werden. Leider verbessert ein solcher Eingriff nicht immer die Sehkraft, jedoch wird ein Verschlimmern eingedämmt.

Eine hypertensive Retinopathie kann nicht operativ oder mit moderner Lasertherapie behandelt werden, da diese Form durch Bluthochdruck verursacht wird. Die Folgen einer hypertensiven Retinopathie sind Vernarbungen, ein dauerhaft eingeschränktes Sehvermögen, Netzhautblutungen bis hin zur Erblindung. In diesem Fall hilft es nur, den Bluthochdruck zu behandeln, um die Symptome zu lindern und damit sich eine Besserung einstellt.

Wer Einschränkungen des eigenen Sehvermögens feststellt, sollte die Gründe hierfür von einem erfahrenen Mediziner abklären lassen, um Schlimmeres zu verhindern. Dieser kann mit einer kurzen Untersuchung die Gründe feststellen und alle Maßnahmen zur Heilung einleiten.