Schilddrüsenüberfunktion – Hyperthyreose

Wenn zu viele Schilddrüsenhormone im Schilddrüsengewebe produziert und ins Blut abgegeben werden, spricht man in der Medizin, von einer Schilddrüsenüberfunktion oder auch Hyperthyreose genannt. Eine Überfunktion der Schilddrüse kann durch unverhältnismäßige Stimulation, wie es zum Beispiel bei der Basedow Krankheit vorkommt, durch eine Überfunktion eines Schilddrüsenknotens oder einer Überfunktion der gesamten Schilddrüse verursacht werden.

Häufige Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind Herzklopfen oder Herzrasen, Nervosität, Hitze – Empfindlichkeit, vermehrtes schwitzen, Gewichtsabnahme bei gesteigerter Nahrungsaufnahme, häufiger Stuhlgang, Muskelschwäche und Unfruchtbarkeit. Eine Vergrößerung der Schilddrüse, ein sogenannter Kropf, dünnes Haar, eine erhöhte Herzfrequenz und feuchte Haut zählen ebenfalls zu den Symptomen. Bei der ähnlichen Basedow – Krankheit tritt zusätzlich der Augapfel heraus, wodurch bei den Patienten einen starrer Blick entsteht.

Von einer thyreotoxischen Krise spricht man, bei einem Anstieg des Schilddrüsenhormonspiegels auf einen gefährlich hohen Wert. Diese zeichnet sich durch eine Herzinsuffizienz (Herzschwäche), hohes Fieber bis hin zum Delirium aus. Eine Blutuntersuchung ergibt in den meisten Fällen, einen erhöhten Schilddrüsenhormonwert und einen geringen Anteil des Schilddrüsen stimulierenden Hormon TSH, welches in der Hirnanhangdrüse gebildet wird. Ohne ärztliche Versorgung führt eine Schilddrüsenüberfunktion zu einer schnellen Gewichtsabnahme, Herzschädigungen und letztlich zum Tod.

Die Therapie einer Schilddrüsenüberfunktion erfolgt mit Thyreostatika, die zur Hemmung der Produktion der Schilddrüsenhormons dienen und einer Radiojodtherapie, die zur Zerstörung des überproduzierten Schilddrüsengewebes dient. Das Gewebe wird aber auch häufig durch einen chirurgischen Eingriff entfernt. Die Art der Behandlung richtet sich nach dem Alter des Patienten, genauso wird der aktuelle Gesundheitszustand des Patienten zur weiteren Behandlung, berücksichtigt. Hat sich ein Kropf gebildet, so muss dieser ebenfalls durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden.

Nicht die einzige, aber die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion ist, die Basedow – Krankheit. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunkrankheit, bei der Körpereigene Antikörper die TSH – Rezeptonen der Schilddrüse besetzen und auf diese Weise eine Dauerstimulation auslösen. Durch diese Dauerstimulation produziert die Schilddrüse zu viel Hormone und Gewebe. Die Wichtigsten Symptome hier sind Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen, starke Gewichtsabnahme trotz vermehrter Nahrungsaufnahme und Heißhunger, Nervosität und Unruhe sowie Müdigkeit und Schwäche. Machen sich einiger oder alle dieser Symptome bemerkbar, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursache abzuklären und eine entsprechende Behandlung einzuleiten. Eine Unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion kann zu schweren Folgen führen.