Heuschnupfen (Polinosis oder allergische Rhinitis)
Heuschnupfen, im medizinischen Polinosis oder allergische Rhinitis genannt, wird durch eine Überempfindlichkeit der in der Luft fliegenden Pollen ausgelöst und tritt bei Betroffenen am häufigsten im Sommer und Frühling auf, aber auch vereinzelt im Herbst zeigen einige Patienten Symptome. Weltweit leiden etwa 10 % der Bevölkerung unter Heuschnupfen und in Europa sogar zwischen 15 – 20 %. Heuschnupfen ist, wie viele Allergien, vererbbar und kann in jedem Alter auftreten.
Fliegende Pollen, das ist feiner, meist gelblicher Staub, der den Pflanzen zur Fortpflanzung dient, ist der Auslöser von Heuschnupfen. In Europa zählen Baum- und Gräserpollen zu den Hauptauslösern für eine allergische Rhinitis. Neben dem Pollen, die vor allem saisonale Heuschnupfenattacken auslösen, sind die Auslöser für einen perennialen (d. h. Jahreszeit unabhängig) allergischen Schnupfen zu nennen. Hierzu zählen zum Beispiel Hausstaubmilben, die verschiedensten Tierhaare und Nahrungsmittel.
Es gibt viele Stoffe in der Luft, die einen Hauschnupfen auslösen können. Zum Beispiel können neben Pollen auch Schimmelpilzsporen die Symptome verschlechtern. Schimmelpilzsporen sind so leicht, dass sie bei günstigem Wind, über mehrere Kilometer weit verteilt werden können. Daher ist es schwer, Allergene in der Luft zu meiden. Betroffene können durch einen Allergietest und eigener Beobachtung, herausfinden, auf welche Stoffe sie empfindlich reagieren.
Liegt eine Allergie gegen Hausstaubmilben, Tierhaaren oder Schimmelpilz vor, lassen sich diese Sachen im Leben auf ein Minimum reduzieren. Auch lassen sich unverträgliche Nahrungsmittel meiden, jedoch ist es fast unmöglich den Kontakt der Allergene, die sich in der Luft befinden, zu umgehen. Hier können Betroffene nur versuchen, sehr hoher Allergenkonzentrationen, zu vermeiden. Dies kann das Ausmaß einer allergischen Reaktion zumindest ein wenig verringern.
Beim einatmen von Staub oder Pollen gelangen die Stoffe in die Luftröhre und lösen, bei einer allergischen Person, eine Reaktion aus. Die Freisetzung von einem Gewebehormon namens Histamin, verursacht dann die typischen Heuschnupfensymptome, wie rote geschwollene Augen, eine laufende Nase, geschwollene Augen- und Nasenschleimhäute, sowie häufiges Niesen.
Häufig verabreichte Medikamente sind Antihistaminika, welches die Histaminwirkung blockieren und somit die Symptome, wie geschwollene Augen- und Nasenschleimhäute, eindämmen. Mögliche Nebenwirkungen können Müdigkeit, Übelkeit oder Mundtrockenheit sein, jedoch sind diese heutzutage relativ selten.
